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Malta

Malta

Malta ist ein lebendiges Geschichtsbuch...

...der europäischen Geschichte.


Dies verdankt der aus den Inseln Malta und Comino bestehende Archipel mit zwei besonderen strategischen Bedingungen: Er liegt an der engsten Stelle des Mittelmeeres zwischen Europa und dem afrikanischen Kontinent.

Und er besitzt einen der größten und geschütztesten Naturhafen dieser Erde. Diese beide Faktoren machten Malta seit den ersten Tagen der Seefahrt zur idealen "Kontrollstation" im Mittelmeer. Phönizier, Karthager, Römer, Byzantiner, Araber, Normannen, Kastilianer, der Johanniterorden, Franzosen und Engländer - sie alle waren einst Herren der Insel und hinterließen ihre Spuren.

Mit dem Flugzeug erreicht man Malta von Deutschland aus innerhalb von rund zweieinhalb Stunden. Bereits im Landeanflug auf den internationalen Flughafen Luqa wird deutlich, wie karg die Hauptinsel Malta ist. Größere, zusammenhängende Grünflächen sucht man nahezu vergebens, und die alles dominierende Farbe ist das typische Hellbraun des allgegenwärtigen Sandsteins. Karg bedeutet allerdings nicht unbedingt trostlos oder gar langweilig. Spätestens auf einer Wanderung durch das Hinterland im Frühjahr fallen einige blühende Pflanzen auf, die Insekten in großer Zahl anlocken. Insgesamt betrachtet ist die Artenvielfalt Maltas jedoch äußerst gering, es gibt nur wenige Pflanzen- und Tierarten. Ausgewiesene Naturliebhaber, die für Kultur nichts übrig haben, werden von Malta als Reiseziel daher zwangsläufig enttäuscht sein.

Unter Tauchern ist Malta wegen der hervorragenden Sichtweiten unter Wasser und wegen der Wracks sowie Höhlen ein beliebtes Tauchreiseziel. Tauchen ist aber nicht jedermanns Sache. Dem einen ist es zu teuer, der andere traut sich nicht oder hat andere Gründe dafür, sich nicht tief in die Fluten zu stürzen. Zum Kennenlernen der Unterwasserwelt Maltas muss man nicht zwangsläufig tauchen, auch beim Schnorcheln lässt sich viel entdecken.

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