SCHNELLSUCHE

Wo möchten Sie tauchen?

SUCHE

Website durchsuchen

NEWSLETTER

Melden Sie sich hier für unseren Newletter an:

UNSER KATALOG

Zum Blätterkatalog

oder bestellen Sie unsere aktuellen Kataloge

FAQ / HILFE

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen und die dazugehörigen Antworten.

Zurück

Palau

photo_70_islands

Das Paradies am Ende des Regenbogens...

Von oben gesehen, bilden die Inseln Palaus eine exotisch grüne Kalligraphie im endlosen Blau des Ozeans.

Mehr als 450 Meilen entfernt von den Philippinen und umschlossen von der endlosen Weite des Pazifischen Ozeans. Palau ist eine einzigartige Oase, ein selbstregiertes, isoliertes Archipel, entstanden durch Abgeschlossenheit und sprühende tropische Artenvielfalt.

Palau ist die westlichste Inselgruppe einer Region, die als Westliche Carolinen bezeichnet wird. Diese ist wiederum Teil einer grösseren Region, nämlich Mikronesiens. Die Nationen des Gebietes von Mikronesien umfassen auch das US Territorium Guam, den Commonwealth der nördlichen Marianen, die Republik der Marshall Inseln, die Vereinigten Staaten von Mikronesien (zu denen auch Yap gehört) und die Republik Palau.

Geschichte:
Über die Geschichte Palaus gibt es nur spärliches Informationsmaterial, denn es ist nicht Teil eines Kontinents sondern liegt in der Mitte Oceaniens. Einerseits hat diese Tatsache Palau von den unweigerlich negativen Folgen des Massentourismus bewahrt, aber diese Isolation hat auch bewirkt, dass es kaum wissenschaftliche Studien der Artefacte der Vorfahren Palaus gegeben hat. Eine hochentwickelte Kultur, die, beruhend auf überlieferten Traditionen bis zum Jahr 1000 vor Christus zurückreicht. Demjenigen jedoch, der beharrlich genug ist, Palau zu bereisen, kann sich die reiche Geschichte der traditionsverhafteten Palauanischen Kultur erschliessen.

Eine Kultur, die unversehens hineingezogen worden war in die Auseinandersetzungen zweiter Supermächte...

Palau lag im Brennpunkt der sich bekriegenden Supermächten, Japan vom Osten und den Vereinigten Staaten aus dem Westen. Vereinnahmt durch die Spanischen Eroberer und deren Imperialismus im Jahr 1885, verkauft an Deutschland im Jahr 1899, wurde Palau im Jahr 1914 durch die Vereinbarungen der Liga der Nationen nach dem 1. Weltkrieg unter japanische Herrschaft gestellt. Zu diesem Zeitpunkt war, aufgrund der Tatsache, dass sie bislang unbekannten Krankheiten ausgesetzt wurde, wie z.B. Windpocken, bereits 70 % der ursprüngliche palauanischen Bevölkerung verstorben. Ab 1914 bis zum Ende des 2. Weltkrieges wurde Palau zu einer grossen japanischen Marinebasis ausgebaut und zum Kontrollzentrum der japanischen Besitzungen im Pazific. Koror, Palaus Hauptstaat, wurde zu einem geschäftigen Japanischen Metropolis, mit grossen Phosphatminen und Kopra-Exporten nach Japan und mit einer riesigen Fremdbevölkerung.

Während des 2. Weltkrieges griffen die Vereinigten Staaten die Japanische Militärbasis auf Palau an. Am 30. und 31. März 1944 starteten sie den Luftangriff "Desecrate I", dessen Resultat die "Verlorene Flotte der Rock Islands" ist, die Japanischen Schiffswracks, die wir heute betauchen.

Der Krieg löschte die Stadt Koror auf der Hauptinsel vollständig aus, schädigte die Riffe um Palau herum und hinterlies einen Friedhof aus Schiffen und Knochen im Blau des Pazific.

Ab dem Kriegsende, zwischen 1948 und 1994 waren die Vereinigten Staaten von Amerika dafür zuständig, sich im Rahmen des "United Trust Territory Agreement" im den Wiederaufbau Palaus zu kümmern. In Wahrheit jedoch wurden die Inseln weitestgehendst vernachlässigt. Die Vereinigten Staaten sollten den Aufbau und die Entwicklung eines souveränen Palaus in die Weg leiten. Dies fand jedoch erst im Jahr 1994 statt und zwar durch den "Compact of Free Association Agreement", mit dem Palaus Regierung zwar örtlich unabhängig wurde von den Vereinigten Staaten, aber immer noch die finanzielle Unterstützung der Vereinigten Staaten von Amerika akzeptierte als Gegenleistung für eine militärische Präsenz der Amerikaner in Palau. Auch heute noch gibt es eine Menge Kontroversen aufgrund der nebulösen Formulierungen der Vereinbarung. Palau existiert unter dem "Compact of Free Association" mit den Vereinigten Staaten, der Beiden, sowohl Palauanern als auch US Bürgern spezielle Privilegien im Land des jeweils anderen Vertragteils gewährt. Aus strategischen Gründen unterstützen die Vereinigten Staaten die Regierung Palaus finanziell, um diesen wichtigen Stützpunkt im Pazifig von möglicherweise rivalisierenden, ausländischen Kräften fernzuhalten.

Die ursprüngliche Geschichte Palaus, vor der Invasion und Beeinflussung all dieser Mächte, lässt noch viel Raum für Studien. Aufgrund der Bestimmung durch Carbondaten lässt sich nachweisen, dass Palau bereits im Jahr 1.000 vor Christus besiedelt war. Auch heute noch sind die Spuren der urtümlichen Kultur auf den Inseln noch gegenwärtig: Money-Beads (Halsketten mit Teilen des ursprünglich verwendeten Keramikgeldes), die Zeremonie bei Erstgeburten, die kommunalen Gesellschaftshäuser, die "Bai" genannt werden, urtümliche Terrassen an felsigen Abhängen, die Überreste von Felszeichnungen und die bearbeiteten Steinmonolithen, vom Dschungel überwachsen und das Gesetz, der "Bul". Die "Bul", mündlich überliefert von den Palauanischen Vorfahren, ist eine traditionelle Methode des Artenschutzes, eine Methode, die auch heute noch von den Fischern strikt befolgt wird und das Fischen in ausgewiesenen Regionen während der Paarungszeit, Eiablage bzw. Aufzucht der Jungtiere verbietet. Die Palauaner zollen sowohl ihre Umwelt als auch die Traditionen ihrer Vorfahren grössten Respekt. Daher bemühen sie sich darum, eine Balance zu schaffen zwischen Umweltschutz und der tourismusabhängigen Wirtschaft ihrer aufstrebenden Nation.

zurück