Weltweite Reisewarnung fällt am 1. Oktober

Hoffnungsschimmer für Veranstalter und Reisebüros

10.09.2020 Aqua Active Agency

Zunächst wird die bisherige pauschale Reisewarnung für alle Länder außerhalb Europas bis zum 30. September verlängert, hat das Bundeskabinett entschieden. Vom 1. Oktober an ist damit Schluss. Das bedeutet jedoch nicht, dass für die mehr als 160 Länder die Reisewarnung entfällt. Dies hängt vom jeweiligen Infektionsgeschehen im Land ab.

Die Einstufung eines Landes als Corona-Risikogebiet durch das Robert-Koch-Institut zieht ab Oktober automatisch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes nach sich.

  • Für Länder, die als Risikogebiet ausgewiesen sind, somit die überwiegende Mehrzahl von Drittstaaten - das heißt, alle Staaten außerhalb der EU, der Schengen-assoziierten Staaten und des Vereinigten Königreichs - gilt die Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen grundsätzlich fort.
  • Für Länder, die nicht als Risikogebiet ausgewiesen sind, kann von nicht notwendigen, touristischen Reisen abgeraten werden, sofern für diese Länder Einreisebeschränkungen nach Deutschland gelten oder diese Länder umgekehrt Einreisebeschränkungen aus Deutschland beschlossen haben. Auch die Gesamtschau der Lage im jeweiligen Land (zum Beispiel Ausstattung Gesundheitssystem, bisheriger Umgang mit Infektionsherden) wird dabei berücksichtigt.
  • Für alle anderen Länder gilt: Reisende werden um besondere Vorsicht gebeten.

Die Reisebranche hat immer wieder gefordert, die pauschale weltweite Reisewarnung aufzuheben und die Länder differenziert nach ihrem Risiko einzustufen. Jetzt kann die Reisewarnung für Länder mit geringen Corona-Zahlen aufgehoben werden. Das bedeutet, dass Reiseveranstalter dann wieder Pauschalreisen ohne Bedenken anbieten können. Allerdings ist die Liste der Risikogebiete des Robert-Koch-Instituts lang. Aktuell stehen mehr als 130 Länder darauf.

Quelle:  Counter vor 9

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