Meine Reise durch Raja Ampat und die Banda Sea
Meine Reise führte mich zunächst für eine Woche in das Waiwo Dive Resort auf Waigeo. Anschließend ging es mit der SY Tambora von Sorong über Misool, Kaimana und die Triton Bay bis zu den Banda-Inseln und nach Ambon. In diesem Reisebericht erzähle ich von meinen persönlichen Erfahrungen, den Tauchgängen mit Mantas und Makrolebewesen sowie dem Leben an Bord.
Meine ersten Eindrücke
Für Taucher ist Raja Ampat ein absoluter Traum. Die lebendigen und farbenfrohen Korallenriffe beherbergen eine unglaubliche Vielfalt an Meereslebewesen. Schon bei meinen ersten Tauchgängen fiel mir auf, wie dicht bewachsen und lebendig die Riffe rund um Waigeo waren. Große Fischschwärme, Wobbegongs, Schildkröten und zahlreiche kleine Makrolebewesen machten jeden Tauchgang anders.
Doch Raja Ampat hat nicht nur unter Wasser viel zu bieten. Auf den Inseln warten spannende Abenteuer an Land. Erkunden Sie dichten Dschungel, in dem exotische Vögel zwitschern, und wandern Sie zu versteckten Wasserfällen, die aus den grünen Hügeln stürzen. Die Flora und Fauna der Inseln sind ebenso beeindruckend wie das Leben unter Wasser.
Erster Stopp: Waiwo Dive Resort und Dive Into Raja Ampat
Nach einer langen Anreise von über 30 Stunden von Europa nach Sorong freute ich mich auf meinen ersten Stopp der Reise: das Waiwo Resort mit der Tauchbasis Dive Into Raja Ampat in Waisai auf der Insel Waigeo. Von Jakarta oder Manado aus erreicht man Sorong in 1,5 bis 4 Stunden per Direktflug. Sorong liegt an der Westküste von Neuguinea.
Am Flughafen angekommen, wurde ich von Mitarbeitern des Waiwo Resorts freundlich empfangen und zum Fährhafen gebracht. Transfers und Fährtickets waren bereits organisiert – ich musste mich um nichts kümmern. Die Fähre von Sorong nach Waisai fährt täglich um 09:00 und 14:00 Uhr und benötigt etwa 2 Stunden. Sie ist mit Klimaanlage, TV, WC und einer kleinen Cafeteria ausgestattet.
In Waisai angekommen, wurde ich mitsamt Gepäck abgeholt und zum Resort gebracht. An- und Abreise sind im Waiwo Resort täglich möglich, und die Transfers sowie Fährtickets sind im Übernachtungspreis enthalten.



Im Waiwo Resort angekommen, konnte ich mir ein Grinsen kaum verkneifen. Das Resort liegt direkt an einem Sandstrand, umgeben von dichtem Dschungel.
Morgens aufzuwachen und nur das Rauschen der Wellen und das Zwitschern der Vögel zu hören, war einfach traumhaft. Von der Terrasse meiner Wasservilla hatte ich einen atemberaubenden Blick auf das glasklare Wasser mit bunten Fischen direkt vor der Tür – ein perfekter Start in den Tag.
Hier kann man sogar den seltenen Indonesischen Cuscus (ein Beuteltier) und den farbenprächtigen Bird of Paradise entdecken.
Ich war während der bevorzugten Tauchsaison zwischen Oktober und April unterwegs. Die konkreten Sichtweiten und Strömungsverhältnisse unterschieden sich je nach Tauchplatz deutlich. Einen ausführlichen Überblick über Klima, Wassertemperaturen und regionale Unterschiede finden Sie unter: Beste Reisezeit zum Tauchen in Raja Ampat
Tauchen rund um das Waiwo Resort
Gleich am nächsten Morgen ging es los mit den ersten Tauchgängen bei Manta Rock und Manta Sandy, zwei bekannte Plätze mit guten Chancen auf Mantas. Während meines Aufenthalts konnte ich dort selbst einen Manta beobachten. Ein weiteres Highlight war der Fund eines Blauring-Oktopus – ein unvergesslicher Kontrast in nur einem Tauchgang.
Auch der berühmte Wobbegong ließ nicht lange auf sich warten. In den darauffolgenden Tagen besuchte ich einige der berühmtesten Tauchplätze der Region, darunter:
- Melissa‘s Garden
- The Passage
- Mioskon
- Blue Magic
- Sardine Reef
- Cape Mansuar
- Mike‘s Point
- Cape Kri
Die Korallenriffe rund um die Inseln sind unglaublich bunt und voller Leben. Neben Pygmäenseepferdchen und neonfarbenen Schnecken trifft man auf Fischschwärme von Thunfischen, Mobulas, Barrakudas und Rifffischen. Zudem begegnet man Oktopussen, Schwarz- und Weißspitzenhaien, Schildkröten, Wobbegongs und während der Manta-Saison auch Mantas.



Tauchsafari mit der SY Tambora
Nach einer Woche im Waiwo Resort ging es mit der Fähre zurück nach Sorong, wo mich die Crew der SY Tambora abholte.
Die SY Tambora ist ein 42 Meter langes Zweimast-Segelschiff im klassischen indonesischen Pinisi-Stil. Mit nur acht geräumigen Gästezimmern bietet das Schiff eine persönliche und gemütliche Atmosphäre sowie individuelle Betreuung beim Tauchen.
Die Route von Sorong bis Ambon
Unsere 14-tägige Tauchsafari führte uns von Sorong über Misool nach Kaimana und zur Triton Bay. Von dort ging es weiter zu den Banda-Inseln und schließlich nach Ambon. Diese Route kombiniert:
- Bunte Riffe in Raja Ampat
- Steilwand-Tauchgänge bei den Banda-Inseln
- Walhai-Hotspots vor Kaimana
- Makro-Paradiese vor Ambon und in der Triton Bay
Jedes Zimmer an Bord der SY Tambora ist komfortabel eingerichtet mit Klimaanlage, eigenem Bad und reichlich Stauraum. In den Gemeinschaftsbereichen wie Lounge, Speisesaal, Sonnendeck und Kameraraum kann man nach den spektakulären Tauchgängen entspannen.



Mein persönliches Fazit
Raja Ampat ist wahrhaftig ein Paradies – sowohl unter als auch über Wasser. Mit seiner atemberaubenden Unterwasserwelt, der einzigartigen Artenvielfalt und den abenteuerlichen Erlebnissen an Land bietet diese Region alles, was das Herz eines Naturliebhabers und Tauchers begehrt.
Ob beim Tauchen mit Mantas, der Erkundung unberührter Dschungel oder beim Entspannen im Waiwo Resort – diese Reise wird Ihnen noch lange in Erinnerung bleiben.
Sie möchten Raja Ampat selbst erleben? Auf unserer Destinationsseite finden Sie einen Überblick über die Tauchregionen, Resorts, Tauchsafaris, Reisezeiten und Anreisemöglichkeiten.
Ich berate Sie gerne mit meinen persönlichen Tipps und Erfahrungen.
Liebe Grüße, Jasmin Rüger
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